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Gleitlager – Einbaurichtung.

Projekt Beschreibung

Hochbelastete Motoren werden häufig mit zwei verschiedenen Lagerschalen innerhalb einer Lagerstelle konstruiert. Die Lagerschalen unterscheiden sich im Aufbau (2-/3-Stofflager) und in den verwendeten Werkstoffen.

Seit Jahren sind sogenannte „Sputter“-Lager sowohl im PKW-, wie auch im NFZ-Bereich im Einsatz. Diese Lager sind so ausgelegt, dass sie den Belastungen durch sehr hohe Zünddrücke stand halten können, weshalb sie auf der höher belasteten Lagerseite eingesetzt werden. Leider ist die Einbaurichtung nicht immer eindeutig. Verwechselungen der Einbaurichtung können jedoch zu schweren Motorschäden führen.

Einige Hersteller, wie der Volkswagen-Konzern, bieten die Lagerschalen in Hälften an und unterscheiden diese in ihren Teileprogrammen für „unten“ und „oben“. Manche Hersteller führen die Fixiernocken unterschiedlich aus, um Verwechselungen zu vermeiden.

Um Klarheit zu schaffen haben wir die Unterscheidungen zusammengefasst:

– Bei Sputter-Lagern ist am Lagerrücken die Kennung „Sputter“ eingeprägt.

– Bei Pleuellagern an Diesel-Motoren ist die Einbaurichtung immer nach oben, Richtung Kolben.

Ausnahmen: Einige Benzin-Motoren des VW-Konzerns, z.B. VW G60 Motorkennung PG und einige Turbo-Motoren: Hier wird die „Sputter“-Hälfte aufgrund der höheren Massenkräfte nach unten, Richtung Ölwanne eingebaut.

– Bei Hauptlagern ist die Einbaurichtung immer nach unten, Richtung Ölwanne.

– Italienische Hersteller markieren an Pleuellagern die Bezeichnung „Stelo“ (italienisch für Schaft / Stiel) für oben in Richtung der Belastungsseite und „Cappello“ (italienisch für Kappe) für unten in Richtung der Ölwanne.

 

 

– Der israelische Hersteller King markiert auf dem Lagerrücken der Pleuellager am Ende der vierstelligen Nummer die Buchstaben oder U.  Der einzeln stehende Buchstaben L steht hier für Englisch Lower – unten und damit für Richtung Ölwanne. U steht für Upper – oben und damit für Richtung Kolben.  Beispiele: C 8049 L CP  oder C 8050 U SP CX2.

 

Bei Herstellern wie beispielsweise der VW Konzern die Lagerhälften einzeln anbieten und in ihren Ersatzteilprogrammen bei den Teilenummern zwischen unten und oben unterscheiden darauf achten dass nichts durcheinander gebracht wird, da oft optisch kein Unterschied zu erkennen ist.

Im folgenden Bild ein Beispiel von einem falsch eingebautem Sputterlager an einen VW T4 2,5 TDI.

Hier wurde die Sputterhälfte unten und die weniger belastbare Hälfte oben eingebaut.
Die obere Hälfte löst sich auf und in die Sputterhälfte sind schon abgelöste Partikel eingegraben.

Projekt Details

  • Datum 13. Juli 2021
  • Tags Support

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